#gedENKEminute


#gedENKEminute f├╝r Robert Enke ­čĽ»

Am 10. November 2009 ging Robert Enke von uns. Und es waren der Tod und die Geschichte dieses Mannes, die mir vor 10 Jahren die Augen ├Âffneten, so dass mir selbst klar wurde:
Auch ich habe Depressionen!

Seit diesem traurigen Tag sind 10 Jahre vergangen. Darunter gab es Jahre, in denen mich die Depression in die Knie zwang und mich in einen tiefschwarzen See hinein stie├č. Jahre, in denen ich erst nach vielen Stunden einschlief und mir dabei w├╝nschte, nicht mehr aufwachen zu m├╝ssen, nicht mehr leben zu m├╝ssen. Und ebenso wie den Lebensmut habe ich auch Freunde verloren. Enge Freunde, wahre Freunde… zumindest dachte ich, dass sie das w├Ąren.
Es dauerte lange, bis ich mir die Depression eingestehen konnte. Und es dauerte noch sehr viel l├Ąnger, bis ich mir Hilfe suchte. Und auch wenn es kein leichter Weg war, auch wenn ich diesen Weg pl├Âtzlich (fast) alleine gehen musste: Ich ging ihn. Ich fand Hilfe, habe in den letzten Jahren mehrere Formen der Therapie erlebt.

Ich bin nicht frei von Depressionen, das werde ich wohl niemals sein. Ich habe sie weiterhin, immer wieder muss ich gegen sie antreten und mich entscheiden, ob ich in den Tiefen des Schwarzen Sees ertrinke oder ob ich mich ein weiteres Mal ans rettende Ufer k├Ąmpfe. Die Depressionen werden mich mein Leben lang begleiten – mal mehr, mal weniger stark.
Doch w├Ąhrend ich mir vor all den Jahren nie vorstellen konnte, dass ich meinen 30. Geburtstag jemals erleben w├╝rde, bin ich heute 27 Jahre alt und bin mir ziemlich sicher, dass ich meinen n├Ąchsten runden Geburtstag feiern werde – zumindest ein wenig. Denn ebenso wie ich meinen Lebensmut wieder gefunden habe, so habe ich auch Freunde gefunden. Wahre Freunde. Eine Familie.

Depression ist eine Krankheit, keine Schw├Ąche – auch ich habe das erst lernen m├╝ssen. Doch dies Krankheit kann bek├Ąmpft werden. Sie muss bek├Ąmpft werden. Und es darf nicht ├╝ber sie geschwiegen werden!

Und nun schnappe ich mir wie jedes Jahr das Buch ÔÇ×Robert Enke – Ein allzu kurzes LebenÔÇť von Ronald Reng und lese es erneut durch.

Im GedENKEn an Robert Enke ­čĽ»



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